Akupunktur

Die Akupunktur zhen jiu

Seit über 4000 Jahren ist die Akupunktur (zhen jiu) in China bekannt. Sie wurde ständig weiterentwickelt und ist heute ein wesentlicher Teil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) neben der Moxibustion (jiu) (chinesische Wärmetherapie), der chinesischen Kräuterheil-kunde, Tuina (An Fa), Bewegungs- und Atemtherapien Qi Gong, Tai Chi und der Ernährungslehre.

Wirkungsvolle Anwendungsgebiete der Akupunktur sind z.B. chronische Schmerz­zustände wie Kopf-schmerzen und Migräne, Wirbelsäulen- u. Gelenks­beschwerden, Nervosität, Stress, Schlafstörungen, Blutdruck- und Verdauungsbeschwerden, Erschöpfungszustände, rheumatische Erkrankungen, u.v.m.

Bei der Moxibustion werden Akupunkturpunkte oder Meridianverläufe mit glimmendem Beifußkraut erwärmt. Moxa wird hauptsächlich bei chronischen Erkrankungen mit Kältesymptomatik, aber auch zur Stärkung der Körper- und Immunabwehr eingesetzt.

Die Akupunktur ist eine elegante Therapieform, da sie keine Nebenwirkungen wie Medikamente oder Kräutersubstanzen zur Folge hat. Sie wird individuell nach dem aktuellen Beschwerdebild durchgeführt, und im Laufe mehrerer Behandlungen immer wieder der aktuellen Lage angepasst. Dazu werden zur Diagnose u.a. die chinesische Puls- und Zungendiagnose angewendet.

In der Praxis werden Akupunktur und Moxibustion häufig mit der chinesischen Ernährungslehre kombiniert, da neben der Atemluft die Nahrung eine wesentliche Energiequelle des Körpers ist.

Die Akupunktur nach Master Tong

Dr. Tong entstammt einer Familie von Akupunkteuren aus der Provinz Shangdong in China.

Sein Akupunkturstil basiert auf einer ca. 2500 Jahre alten Familientradition, d.h. das Wissen und die Erfahrungen wurden innerhalb der Familie von Generation zu Generation weitergegeben.

Im letzten Jahrhundert kam diese Akupunkturart über Taiwan in die USA, und von dort nach Europa.

Die Akupunktur nach Master Tong ist sehr effizient und kommt mit wenigen Nadeln pro Sitzung aus.

Die Neue Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA)

In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte der japanische Arzt Toshikatsu Yamamoto auf Grundlage der chinesischen Schädelakupunktur eine neue Methode, die als YNSA bekannt wurde. Diese Neue Schädel-Akupunktur nach Yamamoto ist eine äußerst effektive und nebenwirkungsfreie Methode. Das Setzen von Akupunkturnadeln in bestimmten Arealen des Schädels beseitigt Blockaden und das Gehirn ist wieder in der Lage Energie zu den jeweiligen Organen zu schicken.

Besonders gut behandeln lassen sich akute und chronische Störungen am Bewegungsapparat, aber auch Lähmungen unterschiedlicher Genese. Weiters lassen sich funktionelle Störungen aller Organsysteme, allergische Erkrankungen, chronische Entzündungen und Schmerzen, auch Kopfschmerzen und Migräne, beeinflussen.

Die Ohrakupunktur

Die Ohrakupunktur ist die älteste Sonderform der Akupunktur. Reflektorische Zusammenhänge (Somatotopie) zwischen Ohrarealen und bestimmten Körperregionen wurden bereits ca. 200 v. Chr. in China beschrieben (Huangdi Neijing), zeitgleich mit Hippokrates, der ebenfalls solche Zusammenhänge beschreibt. Auch im „altenÄgypten“ wurden bestimmte Ohrpunkte gestochen.

Im letzten Jahrhundert fand der französische Arzt Dr. Paul Nogier die reflektorischen Beziehungen zwischen Ohrmuschel und Körperregionen und entwickelte in der Folge therapeutische Möglichkeiten mit der Ohrakupunktur.

Besonders wirkungsvoll lassen sich Erkrankungen des Bewegungsapparates, entzündliche und chronische Erkrankungen, Schmerzen (z.B. Kopfschmerz, Neuralgien), Allergien und Juckreiz, Hauterkrankungen und vegetative Störungen, behandeln. Als unterstützende Therapie bei Suchterkrankungen wird sie ebenfalls angewendet.

Naturheilpraxis Ernst Urschitz
Stollstraße 9
83022 Rosenheim
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